Effizienzsteigerung für DCU-Prozessöfen
Thermisches Cracken in den Strahlungsrohren
DCU-Prozessöfen erhöhen die Temperatur des schweren Einsatzstoffs aus dem Sumpf der Destillationskolonnen bis zu dem Punkt, an dem eine thermische Crackreaktion einsetzt und nachgeschaltet in den Kokstrommeln weiterhin Petrolkoks erzeugt.
Daher findet ein Teil des thermischen Crackens bereits in den Strahlungsrohren der DCU-Prozessöfen statt. Dies führt insbesondere am Auslass jedes Rohrpasses zur Koksbildung an den Rohrinnenflächen und beeinflusst den Prozesswirkungsgrad erheblich.
Koksbildung in den Rohren von Delayed-Coker-Prozessöfen
Die Koksschicht isoliert den Einsatzstoff gegen die Strahlungswärme. Um die Prozessauslasstemperatur aufrechtzuerhalten, muss deshalb die Feuerungsleistung erhöht werden. Dies beschleunigt die Verkokung und erhöht zugleich die Rohrmetalltemperatur, sodass an den Rohraußenflächen übermäßige Oxidation und Zunderbildung auftreten.
Die Strahlungsrohre müssen regelmäßig entkokt werden, abhängig von der Qualität des Einsatzstoffs etwa alle drei Monate. Der Zeitpunkt der Entkokung wird anhand der Rohrmetalltemperatur bestimmt.
Die Rohrmetalltemperatur ist daher ein zentraler Betriebsparameter von DCU-Prozessöfen. Sie wird normalerweise mit Thermoelementen (TI) und Infrarotthermografie gemessen. Da Thermoelemente häufig nach relativ kurzer Zeit ausfallen, ist die Infrarotthermografie das übliche Verfahren. Wächst jedoch Zunder auf den Außenflächen der Strahlungsrohre, wird auch diese Methode unzuverlässig. Die Infrarotthermografie misst die Temperatur des Zunders und nicht die des Metalls. Da die Zunderschicht isoliert, liegt die gemessene Temperatur abhängig von ihrer Dicke stets über der Temperatur des darunterliegenden Metalls.
Technisch ausgelegte Keramikbeschichtung zur Verringerung der Verkokung in DCU-Strahlungsrohren
Cetek hat ein patentiertes Verfahren mit Keramikbeschichtungen entwickelt, um dieses schwerwiegende Problem zu lösen. Keramikbeschichtungen stoppen die Oxidation und machen die Infrarotthermografie wieder zuverlässig. Durch eine technisch abgestimmte Applikation von Beschichtungen mit hoher und niedriger Emissivität auf den Rohroberflächen sowie Hochemissionsbeschichtungen auf den Feuerfestoberflächen lässt sich der absorbierte Wärmestrom im Delayed-Coker-Prozessofen steuern. Dadurch wird die Koksbildung an den Rohrinnenflächen reduziert und das Intervall zwischen erforderlichen Entkokungen verlängert.

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